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Stoffwechselstörungen

Aktuelles aus der Forschung
  • Diabetiker auf Herz und Nieren prüfen
  • Das ohnehin erhöhte Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall bei Diabetikern steigt noch deutlich an, wenn sich zusätzlich eine Nierenschädigung manifestiert. Eine nur gering eingeschränkte Nierenfunktion geht schon mit einem deutlich erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall einher. Neben der möglichst frühzeitigen Erkennung von Nierenschäden ist eine konsequente Einstellung von anderen Risikofaktoren wie zum Beispiel dem Bluthochdruck wichtig. Zusätzlich zur guten Einstellung der Blutdruckwerte sollte hier vor allem darauf geachtet werden, Medikament zu wählen, die neben der Blutdrucksenkung auch einen besonderen Schutz der Nieren bieten. Welche Therapie den bestmöglichen Schutz bietet, ist möglichst individuell anhand des bestehenden Risikoprofils festzulegen.

  • Neudefinition der Therapieziele für Diabetiker
  • Um neue Studienergebnisse und die Entwicklung neuartiger Diabetes-Medikamente zu berücksichtigen,  hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft eine Aktualisierung der Leitlinien für Typ-2-Diabetes vorgenommen. Als zentrales Therapieziel gilt danach ein anzustrebender Langzeit-Wert (HbA1c) von 6,5 %, daneben sollte der Nüchtern-Blutzucker zwischen 80 und 120 mg/dl liegen. Weiterhin werden eine Blutdruck- (in Ruhe unter 130/85 mmHg) und Cholesterinwert-Optimierung (LDL-Cholesterin unter 100 mg/dl) sowie eine langfristige Gewichtsabnahme empfohlen. Im Rahmen der Therapie sollen zu starke Gewichtszunahmen wie auch vermehrte Unterzuckerungen vermieden werden.

  • Metformin schützt das Herz bei Diabetes mellitus Typ II
  • Beim Typ-2-Diabetes besteht häufig eine so genannte Insulinresistenz, d.h. durch die vermehrte Insulinausschüttung kommt es zu einer Wirkungsabschwächung im Bereich der zellulären Andockstellen (Rezeptoren). Daher gilt heute in der medikamentösen Therapie die Verordnung des Metformins als Basismaßnahme, das die Insulinresistenz rückgängig machen soll. Bei einem zu geringen Effekt auf den HbA1c-Wert kann die Kombination mit anderen Antidiabetika erfolgen. Erst wenn hierdurch das Therapieziel nicht erreicht wird, ist der Einsatz eines Langzeitinsulins zusätzlich sinnvoll.

  • Oft unzureichende Cholesterineinstellung
  • Erhöhte Cholesterinwerte, insbesondere das sog. „schlechte“ LDL-Cholesterin, haben sich als bedeutender Risikofaktor für Herz- und Gefäßerkrankungen herausgestellt. Nach Untersuchungen des Institutes für Herzinfarktforschung Ludwigshafen sind aber nur 21 % der behandelten Patienten gut eingestellt. Obwohl heute genau definierte Zielbereiche für das Cholesterin in Abhängigkeit des individuellen Risikos existieren, scheitert es oft an der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen. Dies liegt nach Meinung der Wissenschaftler einerseits daran, dass die Bedeutung hoher Cholesterinwerte nach wie vor nicht jedem Patienten bekannt ist. Auf der anderen Seite werden Cholesterinsenker häufig nur unregelmäßig eingenommen.