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TIA ist immer ein Notfall
Die TIA (transitorisch ischämische Attacke), also eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns mit vollständiger Besserung der Symptome innerhalb von 24 Stunden, ist immer als Vorbote eines Schlaganfalls zu werten. Entsprechend ist jede TIA mit Lähmungserscheinungen, (einseitige) Sehverschlechterung oder -verlust, Sprachstörungen oder auch plötzliche starke Kopfschmerzen als Notfall zu werten und zu behandeln. Nach neuen Studienergebnissen kann die rasche und konsequente Behandlung einer TIA die Rate nachfolgender Schlaganfälle um 80 % reduzieren. Wenn sonst etwa 10 % der TIA-Patienten innerhalb von neunzig Tagen einen Schlaganfall entwickelten, waren es in der Gruppe der intensiv Behandelten nur zwei Prozent. Entscheidend ist die rasche Therapieeinleitung, da jeder zweite TIA-Patient bereits innerhalb der nächsten 24 Stunden das nächste Ereignis mit unter Umständen bleibenden Schäden erleidet.
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Weniger Schlaganfälle durch Verschluss des Herzohres
Beim Vorhofflimmern besteht die Gefahr einer Gerinnselbildung im linken Vorhof und dort insbesondere im so genannten Vorhofohr, weil dort die Flussgeschwindigkeit des Blutes herabgesetzt ist. Ein Ausschwemmen des Gerinnsels kann dann zum Schlaganfall führen. Mittel zur Vermeidung der Gerinnselbildung ist bisher die Herabsetzung der Gerinnung durch Vitamin-K-Antagonisten (z.B. Marcumar). Eine amerikanische Untersuchung hat sich nun mit der Frage beschäftigt, ob ein Verschluss des Herzohres über ein schirmartiges Drahtgeflecht mittels Katheter appliziert (WATCHMAN-System) die Schlaganfallrate reduzieren kann. In dieser kleinen Studie hat sich bestätigt, dass gegenüber unbehandelten Patienten eine Verringerung der Schlaganfallrate um 32 % zu erreichen war. Eine Zulassung zum Einsatz diese Systems wurde bei der FDA beantragt.
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Gesunder Lebensstil schützt Herz und Hirn
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Die Bedeutung eines gesunden Lebensstils wird in Studien immer wieder untersucht, neueste Studien untermauern dabei nochmals die Bedeutung eines gesunden Lebenswandels für Herz und Hirn.
Eine englische Untersuchung hat erneut bestätigt, dass das Schlaganfallrisiko auf ein Fünftel gesenkt werden kann bei beachten eines gesunden Lebensstils durch: Nichtrauchen, nur moderatem Alkoholkonsum, bewusste Ernährung (fünfmal täglich Obst und Gemüse) sowie 30 min Ausdauerbelastung täglich als entscheidenden Maßnahmen. Die Auswirkungen eines gesunden Lebensstils hinsichtlich der Entwicklung einer Herzschwäche untersuchte eine amerikanische Studie (JAMA 302, 2009): Das Langzeitrisiko war nur halb so hoch wie bei den Probanden, die die oben genannten Empfehlungen nicht beachteten. Kanadische Wissenschaftler beschäftigten sich ebenfalls mit dem Nutzen sportlicher Betätigung. Sie verwiesen auf das geringere Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen durch eine Verbesserung insbesondere des Fett- und Glucosestoffwechsels. Durch den regelmäßigen Sport werde vor allem eine Reduktion des „Bauchfettes“ erreicht, gleichwohl ist oft nicht unmittelbar eine Gewichtsabnahme zu verzeichnen. Wichtig ist, dass regelmäßiger Sport in jedem Falle sinnvoll ist, auch wenn nicht sofort die Pfunde purzeln.
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- Körperliche Fitness beeinflusst den Verlauf nach Schlaganfall
Regelmäßige Bewegung wird heute zur Risikoreduktion von Herz-Kreislauferkrankungen empfohlen. Dänische Wissenschaftler haben jetzt eine enge Beziehung zwischen der Schwere von Schlaganfällen, dem Verlauf nach einem derartigen Ereignis sowie dem Grad der körperlichen Aktivität vor der Erkrankung gefunden. 265 Patienten wurden in einem Fragebogen über ihre körperliche Aktivität befragt: Es zeigte sich, dass die schwersten Verläufe bei den am wenigsten aktiven Patienten auftraten. Neben den größeren Beeinträchtigungen in der Akutphase war auch der Schweregrad der Behinderungen im Langzeitverlauf ausgeprägter, nämlich doppelt so hoch wie bei den „trainierten“ Menschen.
„Time is brain“ – zügiges Handeln beim Schlaganfall
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Die Auflösungstherapie bei Schlaganfallpatienten (Lyse) kann in der Frühphase ein verschlossenes Blutgefäss wiedereröffnen und den Zelluntergang im betroffenen Hirnareal verhindern oder begrenzen. Bekanntermaßen sollte diese Therapie nur in den ersten Stunden nach Symptombeginn erfolgen, da mit zunehmendem Bestehen der Symptomatik die Nebenwirkungsrate steigt und der Effekt sinkt.
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Bisher betrug die empfohlene Zeitspanne zwischen Beginn und Therapieeinleitung maximal drei Stunden. Nach Veröffentlichung der so genannten ECASS-III-Studie im New England Journal of Medicine empfiehlt die Europäische Schlaganfall-Gesellschaft nun, das therapeutische Fenster auf viereinhalb Stunden zu erhöhen. Hierdurch steigt der Anteil der Schlaganfallpatienten, die für eine Lyse in Frage kommen.
In der Beobachtung über drei Monate war der Anteil der Patienten mit geringen oder fehlenden körperlichen Einschränkungen deutlich höher als in der Gruppe ohne Lyse. Zwar traten in der Lyse-Gruppe häufiger Blutungen im Kopf auf, letztlich war aber die Sterblichkeit in dieser Gruppe dadurch nicht höher.
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Grundsätzlich gilt nach wie vor, bei dem Verdacht auf einen Schlaganfall unverzüglich zu handeln und keine Zeit zu verlieren, die besten Lyseergebnisse lassen sich innerhalb der ersten 90 Minuten erzielen.