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Herzkranzgefäßverengung

Aktuelles aus der ForschungHerzkranzgefäßverengung
  • Dunkle Schokolade und Funktion der Herzkranzgefässe
  • Wesentliche Faktoren in der Entstehung der Arteriosklerose sind der so genannte oxidative Stress, Störungen der inneren Gefäßschicht (sog. Endotheldysfunktion) und eine vermehrte Aktivierung der Blutplättchen (Thrombozyten).
    Eine in der Zeitschrift Circulation veröffentlichte Studie befasste sich mit dem Einfluss dunkler Schokolade (reich an sog. Flavonoiden) auf die Funktion der Kranzgefässe herztransplantierter Patienten. Im Vergleich zu den Patienten, die flavonoidarme Schokolade gegessen hatten, fand sich zwei Stunden nach Einnahme der dunklen Schokolade eine Erweiterung der Gefäße, eine verbesserte Gefäßfunktion und eine verminderte Verklumpungstendenz der Blutplättchen.

  • Hinweise auf ähnlich günstige Wirkungen bei Herzpatienten wurden in anderen Untersuchungen bei regelmäßigem Konsum von Schwarzem Tee, der ebenfalls einen hohen Gehalt an Flavonoiden aufweist, gefunden.

  • Schlaf ist gut fürs Herz
  • Amerikanische Forscher haben den Einfluss der Schlafdauer auf die Verkalkung der Herzkranzgefässe untersucht. Von den 500 Teilnehmern zwischen 35 und 47 Jahren, die zu Beginn der Studie keine Gefäßauffälligkeiten aufwiesen, hatten nach fünf Jahren immerhin 61 Probanden (12 %) neue Verkalkungen. Es zeigte sich, dass eine Stunde mehr Schlaf das Risiko nachweisbarer Gefäßveränderungen um ein Drittel verringerte. Vergleichbar ist die Risikoreduktion mit dem Effekt einer Senkung des systolischen Blutdruckes um 16 mm Hg.

  • Erektile Dysfunktion möglicher Hinweis auf Gefäßverkalkung
  • Eine vom Patienten beklagte Erektionsstörung sollte immer auch als möglicher Hinweis auf eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) gesehen werde. Insbesondere bei weiteren Risikofaktoren wie Rauchen oder Diabetes sollte vor Verordnung von Sexualtherapeutika (Sildenafil/Viagra u.a.) eine Befragung und Untersuchung bezüglich Herz-Kreislauf-Erkrankungen erfolgen. Dies dient zudem auch der Feststellung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Absicherung vor etwaigen Nebenwirkungen derartiger Präparate. In einer Studie an über 12 000 Patienten mit bekannter Herz-Kreislauferkrankung wurde unter Beachtung von Risikofaktoren und Gegenanzeigen bei Einnahme des Wirkstoffes Tadalafil keine wesentlich erhöhte Komplikationsrate gefunden.